Gesundheit und Politik im Gespräch in Ronsdorf

Physiotherapiepraxis Keller und Uhlemeyer

Artikel der Ronsdorfer Wochenschau, Ausgabe vom 26.02.2025

Im Verlauf der beiden letzten Wochen waren drei Politiker zu Gast in der Praxis für Physiotherapie Keller und Uhlemeyer GbR in der Bandwirkerstraße in Ronsdorf.
Neben den Anliegen der Physiotherapeuten liegen Doris Keller insbesondere die Probleme der Patienten am Herzen, die sie teilweise schon viele Jahre kennt und behandelt. Es sei wichtig, diese Belange öffentlich zu kommunizieren: „Nur so können wir etwas ändern und die Situation für alle verbessern.“
Zum ersten Mal war Ingo Schäfer, bisheriger SPD-Bundestagsabgeordneter, in der Praxis. Thematisiert wurden unter anderem die zunehmende Bürokratie, die auch Physiotherapeuten belastet. Ebenfalls spielten die Digitalisierung und die Möglichkeiten, dadurch Bürokratie abzubauen, eine Rolle.
Jürgen Hardt, (MdB, CDU) kam bereits zum dritten Mal zur Ronsdorfer Physiotherapiepraxis.

Physiotherapie Keller Uhlemeyer Ronsdorf
(Bild links) Doris Keller im Gespräch mit Jürgen Hardt (CDU), der bereits zum dritten Mal die Physiotherapiepraxis besuchte. (Bild rechts) Auch die Grünen-Politikerin Petra Kuhlendahl informierte sich vor Ort.

Schon bei seinem letzten Besuch ging es um die Vollakademisierung der Physiotherapeuten. „Für eine langfristige Sicherung des Berufsstandes brauchen wir die Vollakademisierung“, ist Doris Keller überzeugt. Sie erläutert: „Akademisierung heißt, dass zukünftig ein Studium erforderlich sein soll, um Physiotherapeut/in zu werden. Die höhere Qualifizierung hebt die Stellung dieser Berufsgruppe und stärkt gleichzeitig das Vertrauen der Ärzte in die Physiotherapie. Für die Zukunft ist die Vollakademisierung unbedingt erforderlich.“

Ebenfalls war Petra Kuhlendahl, Bundestagskandidatin von Bündnis 90 / Die Grünen, zu Besuch. Auch hier war die Digitalisierung ein großes Thema, ebenso die Möglichkeit für Patienten, direkt zum Physiotherapeuten gehen zu können – ohne vorher beim Arzt gewesen zu sein: „Bei jedem Thema kamen Frau Kuhlendahl neue Ideen, ein spannendes Gespräch auf Augenhöhe“, berichtete Doris Keller.
Sie hofft, dass der Beruf des Physiotherapeuten auch in der Zukunft eine große Beachtung in der Politik finden wird. Denn er gehört, wie Ärzte, Pflegedienste und Krankenhäuser zur gesundheitlichen Versorgung der Menschen vor Ort, erläuterte sie.

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